Dieses Buch ist sehr empfehlenswert , es ist sehr gut geschrieben und der Preis ist ok. Sarnowskys Buch ber den Deutschen Orden zwichnet sich zwar nicht durch gro en Detailreichtum aus, jedoch gibt es einen schnellen, einfachen Einblick in die Geschichte des Ordens von seiner Gr ndung bis zum Beginn des 21 Jahrhunderts.Empfehlenswert f r Sch ler, Studenten und f r alle, die einen schnellen Einblick in den Deutschen Orden haben wollen. Essential for those who want to supplement their knowledge about the Teutonic order and the battle of Grunwald incorrectly called Tannenberg Pascal Mah Ich setze mich mit dem Deutschen Orden im Rahmen eines Seminars auseinander und la das Buch zum Einstieg Sarnowsky schafft es, auf 118 die wichtigsten Aspekte der Entwicklung des Deutschen Ordens hervorzuheben Die Lekt re funktionierte reibungslos und verst ndlich Selbstredend ben tigt man f r eine Vertiefung in das Thema weiterf hrende Literatur Aber auch hierf r findet man im Anhang die wichtigsten Werke. eine brave chronologische Aufzhlung von Namen und Jahrezahlen ohne Darstellung von geschichtlichen Zusammenhngen und ohne Erklrungen, damit eher mhsam zu lesen Wie schon Die Ritter vom gleichen Verlag ist auch dieses B chlein empfehlenswert f r alle, die einen fundierten und relativ unkomplizierten dennoch anspruchsvollen Gesamt berblick zum Deutschen Orden bekommen wollen oder mal schnell etwas nachschlagen m chten Ein paar Illustrationen h tten dem Buch allerdings gut getan So beziehen sich die Ausf hrung in erster Linie auf die Politik und allgemeine Entwicklung des Ordens, jedoch weniger auf dessen Mitglieder. Der in den F chern Mittlere und Neuere Geschichte promovierte, als Professor an der Universit t Hamburg lehrende J rgen Sarnowski hat mit Der Deutsche Orden bereits im Jahre 2007 eine komprimierte Zusammenfassung der 900j hrigen Ordensgeschichte ver ffentlicht Gleichwohl darin auch wichtige historische Ereignisse und Personen Erw hnung finden, wurden die Schwerpunkte doch eindeutig auf die Entwicklung von Organisation und Struktur, sowie die politischen und konomischen Gegebenheiten gesetzt Neben der inneren Hierarchie des Ordens z hlen hierzu auch die gesamtgesellschaftlichen Bedingungen des jeweiligen historischen Abschnittsdie von Dr Sarnowsky nach einer kurzen Einleitung in drei Kapiteln vorgestellt werden F r die Entstehung des Deutschen Ordens oder des ihm vorangegangenen Hospitals gibt es zwei verschiedene Traditionen W hrend die eine auf das bereits f r 1143 belegte deutsche Hospital zu Jerusalem zur ckgeht, sieht die andere Version die Entstehung des Ordens w hrend des dritten Kreuzzuges, aus einem vor Akko gegr ndeten Feldlazarett Danach wird die Wandlung zum geistigen Ritterorden und die Entfaltung seiner Strukturen geschildert Die folgenden Abschnitte behandeln seine Entwicklung im mediterranen Raum und die Anf nge im Heiligen R mischen Reich Bereits auf der R ckseite des vorderen Buchdeckels zeigt eine Karte die zehn Balleien im Mittelmeerraum Pal stina, Zypern, Armenien, Romania Griechenland , Sizilien, Apulien, Mittelitalien, Lombardei und auch Spanien, S dfrankreich Dem Ruf ins siebenb rgische Burzenland durch den ungarischen K nig II Andr s, der gescheiterten Staatsbildung und Vertreibung nur 14 Jahre danach 1225 folgt der zweite, diesmal erfolgreiche Etablierungsversuch des Ordens in Ostpreu en Anders als bei den Templern, f r die der endg ltige Verlust des Heiligen Landes schlie lich auch das Ende des Ordens bedeuten sollte, konnte sich der Deutsche Orden, genau wie die Johanniter auf Rhodos, eine neue Machtbasis schaffen Der Autor nennt h ufig Gemeinsamkeiten und Analogien hinsichtlich der anderen Ritterorden Bemerkenswert ist beispielweise, das Herzog Swantopolk 1228 den spanischen Ritterorden von Calatrava nach Thymau in Pommerellen Seite 34 gerufen hatte Neben der Christianisierung der heidnischen Pruzzen konnte der Deutsche Orden seine Landesherrschaft in Preu en konsolidieren, die einstigen Schwertbr der als livl ndischen Ordenszweig hinzugewinnen und die in ganz Europa beliebten Litauerz ge oder Kreuzz ge gegen die orthodoxen Schismatiker und Ketzer veranstalten Im Hinblick auf die Ostsiedlung ist der Begriff deutsch nicht im ethnischen, sondern im juritischen Sinn zu verstehen, denn nach bernahme des Magdeburger oder Kulmer Rechts siedelten sich auch Polen, Pru en und Litauer an S 43 Die Eroberung des christlichen Pommellen und die Hinrichtung von Adligen, die sich widersetzten im Jahre 1309 wird als S ndenfall des Ordens bezeichnet S 45.Kapitel zwei befasst sich mit dem Deutschen Orden um 1400 W hrend eine Karte die Balleien im Deutschen Reich S 58 zeigt, bietet eine Schautafel die Siegel der Gro gebietiger S 55 Gro komtur, Marschall, Oberster Spittler, Tressler und Oberster Trappier, die wie der Hochmeister und Deutschmeister vorgeschriebene Sitze hatten Hierarchisch und konomisch verfestigt sich mit der Verlegung des Hochmeistersitzes nach Ostpreu en die funktionale Dreiteilung des Ordens, bei der die Ordenszweige im Reich und Livland zusehends an Selbst ndigkeit gewinnen k nnen Im Abschnitt Die Wirtschaftsf hrung greift der Autor Aspekte seiner gleichnamigen Habilitationsschrift auf, die er 1992 an der FU Berlin verfasst hat W hrend im Ordensland Burgen nach dem Vorbild Pal stinas Belvoir errichtet wurden S 82 , sahen sich auch die Deutschherren wie Templer und Johanniter in einer Traditionslinie mit den Makkab ern, die gleich Judas Makkab us die heiligen Orte des Preu enlandes reinigten, welche die Heiden vorher durch G tzendienst befleckt hatten S 86 Eine weitere Karte auf der R ckseite des hinteren Buchdeckels zeigt die gr te territoriale Ausdehnung des Deutschen Ordens, einschlie lich der von Litauen nur kurzzeitig abgetretenen Wildnis Schamaiten.Das Kapitel Krisen und Erneuerung beschreibt schlie lich den Niedergang und die Neubelebung Mit der Christianisierung der Litauer, als letzte Heiden Europas und der litauisch polnischen Union hatte sich der einstige Missionsauftrag des Ritterordens erledigt Nach der Niederlage in der Schlacht von Tannenberg am 15 Juli 1410 sollte es jedoch noch mehr als 100 Jahre dauern, bis das einstige Ordensland Preussen im Zuge der Reformation zu einem weltlichen Herzogtum s kularisiert wurde 1561 wurde auch der einstige livl ndische Zweig zu einem polnischen Lehen, dem Herzogtum Kurland s kularisiert Mit Best tigung Kaiser Karls V wirkten fortan die Deutschmeister zugleich als Adminstratoren des Hochmeisteramtes S 110 Nachdem 1590 mit Maximilian von sterreich erstmals ein Habsburger als Hochmeister S 113 fungierte, konnte sich der Orden auch vor Napoleon nach sterreich retten und nach der NS Zeit wieder als geistliche, katholische Gemeinschaft regulierter Chorherren und einem Hochmeister in Wien reorganisieren.In seinem Epilog geht der Autor auch auf nationale Rezeptionen wie den im Jahre 1900 entstandenen Roman Die Kreuzritter des Literatur Nobelpreistr gers Henryk Sienkiewicz und seine Verfilmung Die letzte Schlacht der Kreuzritter , sowie Sergej Eisensteins Film Alexander Newski oder die Mythologisierung der zweiten Schlacht von Tannenberg 1914 ein Im Hinblick auf nationalistischen Missbrauch der Ordensgeschichte, gleichg ltig von welcher Seite, artikuliert der zweite Vorsitzende der Historischen Kommission f r ost und westpreu ische Landesforschung die Hoffnung, dass die gemeinsame Zukunft in der Europ ischen Union dazu beitragen wird, auch in der ffentlichkeit ein Bewusstsein f r eine gemeinsame europ ische Geschichte zu wecken.Eine Liste der Hochmeister des Deutschen Ordens bildet zusammen mit einer Auswahl an Quellen und Literatur, sowie einem Register den Abschluss eines Bandes, der als Einstieg in die Thematik und Grundwissen zum Ordo fratrum domus Sanctae Mariae Theutonicorum Ierosolimitanorum verstanden werden kann.5 sterne. Der whrend des Dritten Kreuzzugs im Heiligen Land gegrndete Deutsche Orden spielt durch das Ordensland Preuen eine herausragende Rolle in der deutschen Geschichte Jrgen Sarnowsky erzhlt die faszinierende Geschichte des Ritterordens von den Anfngen bis heute und beschreibt dabei nicht nur seine politische Rolle, sondern auch seine Spiritualitt sowie seine kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung, die weit ber Deutschland hinausweisen